11. Kinder von Dreverna

„Das Angeln wurde mir schon von Kindheit an beigebracht. Mein Lieblingsspielzeug waren kleine, speziell für Kinder angefertigte Angelruten. Mit größter Begeisterung warf ich sie in den Fluss. Wenn wir sie nachts aufgestellt hatten, konnten wir vor Aufregung oft nicht einschlafen, weil wir so gespannt waren, was wir am nächsten Morgen vorfinden würden, wenn wir die Reusen kontrollierten. Wir fanden immer ein paar Fische: einen Hecht oder Aal, Rotaugen, Brassen, den einen oder anderen Zander.“ (Aus den Erinnerungen von W. Trauschies aus Dreverna).

Nach und nach entwickelten sich die Spiele zu ernsthafter Arbeit. Die älteren Kinder wurden immer öfter mitgenommen, wenn man hinausfuhr, um die Reusen (aufgestellten Netze) zu kontrollieren. Wie stolz waren sie, wenn sie gemeinsam mit ihren Eltern in einem Segelboot auf die Lagune hinausfuhren! Die Kinder bemühten sich eifrig, die Fertigkeiten ihrer Eltern zu erlernen und so schnell wie möglich selbstständig fischen zu können.