20. Brücken

Die Trasse des König-Wilhelm-Kanals setzte sich wie folgt zusammen: 700 m Takgrabe-Kanal, 20 km Minija-Fluss, dessen Breite 26–40 m und dessen Tiefe 1,6–3,0 m betrug; darauffolgend ein 8,2 km langer, ausgehobener Kanal bis zum Fluss Dreverna, dessen letzter 500 m langer Abschnitt kanalisiert wurde, sowie ein 15 km langer, 19 m breiter und 1,6 m tiefer Kanal bis zur Smeltė-Bucht. Entlang des gesamten westlichen Kanalrandes wurde ein Zugweg angelegt.

Über den Kanal wurden 10 Holzbrücken errichtet (1902–1904 wurden die Holzbrücken durch Metallbrücken ersetzt). Ein Teil der Brücken im südlichen Abschnitt des Kanals wurde während des Zweiten Weltkriegs gesprengt. Derzeit sind noch zwei Brücken mit Metallkonstruktionen sowie die Überreste von sieben Brückenpfeilern erhalten, deren Höhe über dem Wasser 5,15–5,65 m betrug. In der Mitte der Brücken befanden sich 1,25 m breite Hubkonstruktionen, damit die Masten der vorbeifahrenden Schiffe und die Schornsteine der Dampfschiffe Platz fanden.