1. Historische Karte von Dreverna

(Drivene) wird seit 1253 erwähnt. Hier schuf die Natur selbst einen idealen Ort für eine Fischersiedlung – die Flussmündung bildete einen natürlichen Hafen, an dessen Ufer sich die Gehöfte der Fischer ansiedelten. So entstand die einzigartige Siedlung Dreverna an der litauischen Küste.

Anders als in anderen Küstendörfern, in denen die Fischer in verstreuten Einzelhöfen lebten, drängten sich in Dreverna alle auf einer kleinen Anhöhe zusammen, bauten ihre Häuser dicht nebeneinander und verzichteten auf weitläufige Höfe und Gärten. So entstand das charakteristische, gemütliche Bild eines Fischerdorfes – die Gebäude schmiegten sich eng aneinander.

Im 17. und 18. Jahrhundert war Dreverna ein wichtiges Handelszentrum, hier fanden große Fischmärkte statt. Im Jahr 1785 wurde es als königliches Dorf an der Kurische Nehrung mit 23 Gehöften erwähnt. Im Jahr 1898 wurde hier eine Grundschule gegründet. Das Dorf war bekannt für seine Wasserregulierungsstation, sein Sägewerk, seine Mühle und seinen Leuchtturm; an der Mündung des Flusses in den Kanal befand sich eine Zollstation.