Burghügel Gerduvenai

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Einer der am besten versteckten und am wenigsten bekannten Burghügel des Landkreises Klaipeda ist der Burghügel Gerduvenai, der sich im dichten Wald an der Minija nördlich von Gargzdai verbirgt. Dieser ist zwar von der Autobahn aus zu sehen, aber wenn man den genauen Ort nicht kennt, so ist es ziemlich schwer den bewachsenen Burghügel von anderen ähnlichen Reliefformen an der Minija zu unterscheiden. Er ist auch nicht so einfach zu erreichen. Bei Vezaiciai muss man die Autobahn verlassen, in Richtung Lapai fahren und nachdem man in das Tal gelangt ist der Ausschilderung folgen.

Der Burghügel befindet sich am Rand der Anhöhe am linken Ufer der Gerdauje. Die Hänge sind steil und bis zu 35 m hoch. Wer diesen Burghügel besuchen möchte, muss sich auf etwas Anstrengung gefasst machen. Das Plateau des Burghügels ist 95x75 Meter groß. Anders als bei vielen Burghügeln im Kreis sind bei diesem nur schwer Verteidigungsanlagen auszumachen. Kenner können am südöstlichen Rand Überreste von 2 Gräben und einem Wall zwischen diesen und die weiter weg in der Hochebene gelegene Vorburg, ebenfalls mit einem kleinen Wall und Graben, erkennen.

Man erzählt, dass an Feiertagen genau um 12 Uhr mittags und um Mitternacht auf dem Hügel ein alter Mann erscheint und Pfeife raucht oder dass irgendwas mit Getöse vom Hügel herabkullert. Das sind alle vorhandenen Informationen zu diesem Burghügel.

Am westlichen Fuß des Burghügels befand sich eine alte Siedlung und 500 m südlich ein Gräberfeld aus dem 2. bis 13. Jahrhundert. Auf diesen Zeitraum wird auch der Burghügel selbst datiert.

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