Burghügel Dovilai

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Der Burghügel Dovilai verbirgt sich am rechten Ufer der Minija im sogenannten Burghügelwald. Man findet ihn nur, wenn man sich genau an die Wegweiser hält, die ab Dovilai aufgestellt sind.

Einst war dieser eine echte Berühmtheit, was durch die vielen verschiedenen Name des Burghügels bezeugt wird (Pilale, Pelute, Muskalnis) und die knapp 20 unterschiedlichen Erzählungen und Legenden über ihn. Eine der Erzählungen berichtet von einem Loch im Hügel. Die Hirtenjungen dachten, dass daran ein Schatz verborgen sei, so dass der kleinste von ihnen an einem Seil heruntergelassen wurde. Der Hirtenjunge kam am Ende der Höhle zu einem Tor, hinter dem er einen alte Mann traf. Dieser führte den Jungen ins Innere, bewirtete ihn mit leckeren Speisen, zeigte ihm seinen prunkvollen, goldglänzenden Palast, in den der Hirtenjunge gelangt war. Danach brachte er den Jungen zurück in die Höhle und wies ihn an, niemanden davon zu erzählen, was er gesehen hat. Die Familie war sehr erstaunt, als sie den Hirtenjungen lebend wiedersahen, denn seit seinem Verschwinden waren schon drei Tage vergangen. Als sie ihn fragten, wo er gewesen sei, hielt er das Drängen nicht aus und erzählte, was er gesehen habe, gleich darauf verlor er das Bewusstsein. Diese Geschichte wurde noch vor dem 2. Weltkrieg notiert.

Der auf einem Felsvorsprung befindliche Burgplatz ist lang und schmal (110 m * 20-25 m), jeweils mit 0,5 bis 2,5 m hohen Wällen an den Enden. Die Hänge sind steil, etwa 9 Meter hoch.

Der Burghügel wurde Ende 1944 in die Verteidigungsanlagen von Memel einbezogen. Am Ostende wurde ein Graben angelegt, in den Wällen MG-Nester aus Beton gebaut, die sogenannten Koch-Bunker. An den Hänge entlang verlief ein Panzergraben mit Wall.

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