Burghügel Skomantai

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Der Burghügel Skomantas, der auch Ragokalnis genannt wird, wäre wohl der eindrucksvollste Burghügel im Kreis, wenn er nicht im dichten Laubwald verborgen wäre. Was man jedoch durch das Laub erkennen kann, beeindruckt sehr. Der auf einem Vorsprung am rechten Ufer des Veivirzas befindliche Burghügel hat ein großes Plateau von 80 m Länge und 57 m Breite am westlichen und 40 m Breite am östlichen Ende. Am oberen Rand ist er von einem 60 m langen und 8 m hohen Wall begrenzt. Nach außen hin gibt es zudem zwei Gräben mit einem bis zu 2 m hohen Wall dazwischen. Am Ostrand des Plateaus gab es ebenfalls einen etwa 1 m hohen Wall und kleinere Befestigungen am Hang. Auf dem großen Wall steht ein Betondenkmal, dass 1928 zum Anlass des 10. Jahrestags der Unabhängigkeit und des 5. Jahrestags des Anschlusses des Memellands an Litauen auf Initiative des Landwirts Pranas Kucinskas aufgestellt und in jüngerer Zeit renoviert wurde. Zu dem Burghügel sind 22 verschieden Legenden bekannt, zumeist zu hier erscheinenden mythischen Wesen. Auch dieser Burghügel hat seine wahre Geschichte noch nicht offengelegt. Der Name der sich hier einst befundenen Burg ist in den historischen Quellen nicht überliefert, ungeachtet dessen, dass es in der Nähe Spuren einer größeren Siedlung gibt und ein Gräberfeld. Es gab Versuche von Archäologen, auf dem Burghügel selbst Ausgrabungen durchzuführen, es wurden jedoch stets nur Keramikscherben gefunden. Auch wenn die Straße Pezaiciai-Sveksna nahe am Burghügel vorbeiführt, so ist es doch bequemer, die alte Straße zu nutzen, die von oben her direkt zum Burghügel führt. Hier steht die vom Volkskünstler Vytautas Majoras (1930-2006) 1969 geschaffene Skulptur „Niederlitauer“.

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