Es handelt sich um eine Grabkapelle im neoklassizistischen Stil, die auf dem Kirchfriedhof von Gargzdai steht. Diese Kapelle wurde von Freiherr Felix Rönne (Sohn des Gutsbesitzers Renavas) ca. 1840 erbaut.
Unter der Kapelle befand sich die Familiengruft, wo die Särge aufgebahrt wurden. In der Gruft der Kapelle wurden nicht nur die Freiherren Rönne bestattet, sondern auch angeheiratete Angehöriger aus dem Geschlecht der Grafen Mielzinskis. In der Nachkriegszeit wurde die Grabkapelle geplündert. Das Mausoleum wurde in der Sowjetzeit als Wirtschaftsgebäude genutzt und diesem verschiedene Gerätschaften der Kirche gelagert. Die gefledderten Überreste der Toten wurden von den Einheimischen heimlich geborgen und irgendwo auf dem alten Friedhof Gargzdai begraben. Der Ort dieser Gräber ist nicht bekannt.
Die Kapelle hat einen rechteckigen Grundriss, ist gemauert, mit einem Portikus aus vier toskanischen Säulen an der Hauptfassade im Westen. Das Satteldach wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit verzinkten Blechen gedeckt. Die seitlichen Fassaden sind mit Pilastern und rechteckigen Fensternischen aufgeteilt. Die rückseitige Fassade enthält statt der Fenster nur Vertiefungen.
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