Der Burghügel Zvaginiai befindet sich am Ostrand des Landkreises. Dieser ist leicht zu erreichen und zu finden, da er sich auf dem Gipfel des höchsten Hügels (148,3 m über Meeresspiegel bzw. 15 m ab dem Fuß des Hügels) der Umgebung befindet. Von Endriejavas aus über Zadeikiai führt eine asphaltierte Straße dorthin, die 1972 erbaut wurde. Am südlichen Fuße des Burghügels steht eine Gedenkstätte für die 42 Einwohner von Ablinga, die hier am 23. Juni 1941 von den Deutschen erschossen wurden. An die unschuldigen Opfer vom Kriegsbeginn, die in den Gräbern am südlichen Hang des Burghügels zur Ruhe gebettet sind, erinnert die von 30 Volkskünstlern gestaltete Holzskulptur, die 2012 erneuert wurde. Das Dorf Ablinga hat den alten Ortsnamen bewahrt, der im Vertrag von 1253 zur Aufteilung von Kurland genannt worden war (Amelinge). Alles andere hat die Zeit verändert. Das Plateau, das in Ost-West-Richtung verläuft und nahezu Trapezform hat, mit einer Länge von 40 m und einer Breite von 20 m bzw. 45 m, wurde im 18.-19. Jahrhundert als Friedhof genutzt. Dass es es sich bei dem Hügel um einen Burghügel handelt, kann ist nur an den Resten des 1,8 m hohen Walls an der Ostseite erkennbar. Außerdem fanden Ausgrabungen unter Leitung von Mykolas Cerniauskas (1912-2002) statt, bei denen eine 1,3 m starke Kulturschicht mit gedrehter Keramik und Brandresten gefunden wurde. Brandreste wurden auch schon früher gefunden, woher die Erzählungen von dem heiligen Feuer, das auf dem Hügel unterhalten wurde, stammen könnten. Vielleicht gab es das Feuer ja tatsächlich?
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